Die
im Gegensatz zur katholischen Kirche St. Peter wesentlich bescheidenere
Bauausführung der alten evangelischen Kirche, der heutigen Ortsbücherei,
ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die alte Ilvesheimer
Pfarrei in der Pfälzer Kirchenteilung von 1705 den Katholiken zufiel
und die Reformierten in einem Filialverhältnis mit Seckenheim verbunden
waren.
1716 wurde eine Scheune angekauft, in der der Seckenheimer reformierte
Pfarrer für seine Ilvesheimer Gemeinde Gottesdienste abhielt. Erst
1803 wurde der heutige Bau als Saalbau mit drei Fensterachsen und einem
Dachreiter errichtet und 1846 um eine Fensterachse verlängert,
da nach der Kirchenunion mit den Lutheranern 1821 die Zahl der Gemeindemitglieder
stark zugenommen hatte. 1951 wurden ein Pfarrsaal und eine Sakristei
angebaut. Nach dem Auszug der evangelischen Gemeinde erwarb 1968 die
politische Gemeinde die alte Kirche und widmete sie zur Ortsbücherei
um.
(Entnommen aus dem Buch "Ilvesheim heute", Herausgeber
FWV Ilvesheim e.V.)