
17. - 19.
Jahrhundert

Während
des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) belehnte Kurfürst
Maximilian von Bayern seinen Generalwachmeister und Stadthalter Johann
von der Horst mit llvesheim. Mit Friedensschluss fiel llvesheim endgültig
an die Pfalz.
Ein gewisser Graf Hamilton erwarb Anteile anderer Miteigentümer.
1698 übertrug er seine Rechte an Lothar Friedrich von Hundheim.
Diese Familie übernahm fortan die Oberherrschaft. Lothar Friedrich
von Hundheim baute 1700 die 1689 zerstörte Erlenburg neu auf. Das
Schloss, in dem heute die Staatliche Blindenschule lehrt, entstand in
seinen heutigen Grundausmaßen. Der letzte Schlossherr war Alfred
von Hundheim. Nach seinem Tod ging 1855 das Schloss an den damaligen
badischen Staat über. Seit 1868 ist die Blindenschule der Schlossherr.
Zu jenem Zeitpunkt lebten in llvesheim etwas mehr als 1400 Einwohner. 1577 waren es 330, 1777 insgesamt 763, 1818 genau 995, 1834 schon 1045, 1852 zählte man in llvesheim 1414 Einwohner. Zwischen 1875 und 1905 stieg die Zahl von 1435 auf 1833 und 1905 waren es bereits 2411. Danach zeigte die Wachstumskurve relativ steil nach oben. 1939 zählte der Ort mit 3195 Einwohnern weit mehr als doppelt soviel wie 1875.