Die
jetzige Kirche ist nach dem Schloss das älteste Gebäude im
Ort. Das Langhaus wurde 1789/90 in spätbarocken, fast schon klassizistischen
ruhigen Formen erbaut. Der Turm wurde 1817 nach dem Einsturz seines
romanischen, also aus der Zeit vor 1200 stammenden Vorgängers erreichtet.
Das Langhaus, das in seinem Verputz mit dem Schloss korrespondiert,
hat vier Fensterachsen und einen fünfseitigen Chor, dessen Seiten
auf einem Zwölfeck beruhen. Eckpilaster betonen die Kanten des
Langhauses, des Chores und des viergeschossigen Turmes. Dieser ist mit
seinem charakteristischen oktogalen Zeltdach das weithin sichtbare Wahrzeichen
Ilvesheims.
Ganz in der Art der eintürmigen Dorfkirchen des 18. Jahrhunderts
führt der Haupteingang durch das Erdgeschoss des Turmes und liegt
die Sakristei in der Verlängerung der Längsachse hinter dem
Chor. Hier gibt es eine Parallele zur Schwetzinger St. Pankratiuskirche,
was sich wie beim Schloss aus der Nähe der Hundheim, die auch Kirchenherren
waren, zum pfälzischen Hof ergibt. Die Kirche war immer ein Kleinod
kurpfälzischer Architektur und ist es erst recht nach ihrer Renovierung
1991/92.
(Entnommen aus dem Buch "Ilvesheim heute", Herausgeber
FWV Ilvesheim e.V.)