In
von Gold (Gelb) und Schwarz gespaltenem Schild mit rotem Schildfuß
vorn eine schwarze Harfe, hinten ein rot bewehrter, rot bezungter und
rot gekrönter goldener (gelber) Löwe, im Schildfuß ein
liegender goldener (gelber) Maueranker.
Das Wappen wurde 1908 von der Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs
angenommen. Es geht auf ein 1552 geschnittenes Gerichtssiegel des Ortes
zurück, von dem ein Abdruck aus dem Jahre 1589 überliefert
ist. Das Wappenbild spiegelt die Herrschaftsverhältnisse im 16.
und 17. Jahrhundert wider.
Die Pfalzgrafen hatten seit Ende des 13. Jahrhunderts die Oberhoheit
über den Ort. Dies deutet der Pfälzer Löwe an. Verschiedene
Adelsfamilien übten die Ortsherrschaft als pfälzisches Lehen
aus. Nachdem die Landschad von Steinach im 14. Jahrhundert und ab 1545
teilweise an der Ortsherrschaft beteiligt waren, nahmen sie diese zwischen
1550 und 1645 allein wahr. Sie führten, wohl in Erinnerung an den
Minnesänger Bligger 11. von Steinach, die Harfe in ihrem Wappen.
Das älteste Siegel ist also kurz nach ihrem Eintritt in die Grundherrschaft
angefertigt worden. Die Gemeinde als Körperschaft mit Schultheiß
und sechs bzw. vier Schöffen an der Spitze ist dagegen schon seit
dem Ende des 14. Jahrhunderts bezeugt. Der Maueranker ist als das Fleckenzeichen
Ilvesheims anzusehen. Er wurde in den Siegeln vor 1908 zuweilen auch
als einfacher Doppelhaken dargestellt.
Der Text ist dem Wappenbuch Rhein-Neckar-Kreis, erschienen 1996 im
Verlag
Regionalkultur, entnommen.