Gemeinde Ilvesheim (Druckversion)
Autor: Marcel Armbrust
Artikel vom 28.03.2020

Appell Corona Krise & Hilfsangebote

Liebe Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer,

durch die aktuelle Krise werden alle Lebensbereiche unserer Gesellschaft stark beeinträchtigt. Ganz besonders trifft es den Einzelhandel sowie die Gastronomie. Die meisten dieser Betriebe mussten schließen und trotzdem laufen ihre finanziellen Verpflichtungen für Miete, Personal und Nebenkosten weiter.

Wenn wir wollen, dass es in Ilvesheim auch nach dieser Krise noch eine Grundversorgung an Handel und Gastronomie vorhanden ist, müssen wir als Gemeinschaft jetzt zusammenstehen und Solidarität beweisen.

Jede und jeder von Ihnen kann seinen Teil dazu beitragen:

·         Nutzen Sie die Abhol- und Lieferangebote der örtlichen Gaststätten.

·         Kaufen Sie Gutscheine der Gaststätten und v.a. des Einzelhandels. Damit signalisieren Sie auch Ihr Vertrauen in den Weiterbestand des Angebotes.

·         Motivieren Sie Nachbarn und Bekannte zum Mitmachen.

·         Teilen Sie diese Aktion in den sozialen Netzwerken.

·         Als Vermieter einer Ladenfläche können Sie die Mietzahlungen stunden.

 
Aufgrund einer Initiative von Bündnis 90 / Die Grünen Ilvesheim ist auf der nun online gestellten Homepage www.ilvesheim-hilft.de eine Liste der Betriebe mit ihren angebotenen Dienstleistungen veröffentlicht. Hier können Sie sich aktuell informieren.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, die derzeitige Situation ist für uns alle sehr belastend. Jeden Tag werden wir vor neue Herausforderungen gestellt. Diese stellen aber gleichzeitig auch eine Chance dar, um zu zeigen, dass wir in Ilvesheim solidarisch zusammenstehen. Ich setze auf Sie alle, damit wir unsere Gemeinde gemeinsam in eine gute Zukunft führen.

 

Andreas Metz
Bürgermeister

Präventation aktuell - Infos Ihres Polizeipräsidiums Mannheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach wie vor hat uns die Corona-Krise fest im Griff und schränkt unser aller Freiheiten ein.

An dieser Stelle gleich die Bitte:

Bleiben Sie möglichst zuhause! Halten Sie sich strikt an die Kontaktverbote und helfen Sie mit, dass sich das Virus langsamer verbreitet. Die Situation ist ernst! Das Polizeipräsidium Mannheim hat seine Präsenz im öffentlichen Raum verstärkt und wird mit aller Konsequenz auf die Einhaltung der Vorgaben achten – zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in der Rhein-Neckar-Region.

In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen das aktuelle Angebot von BIOS e. V. zur Kenntnis geben:  

 

Bundesweites telefonisches Hilfsangebot für „tatgeneigte“ Personen während der Corona- Krise eingerichtet

Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V. bietet ab sofort im Rahmen des Präventionsprojektes „Keine Gewalt – und Sexualstraftat begehen“ telefonische therapeutische Hilfestellungen für Menschen an, die befürchten, eine Straftat zu begehen. Insbesondere Personen mit sexuellen Phantasien gegenüber Kindern oder zu Gewalttaten neigende Personen können dieses kostenlose und anonyme Angebot nutzen.

                                                            Bundesweite kostenfreie Hotline:
                                                                         0800 70 222 40

                                                    (Montag bis Freitag, jeweils 9.00-18.00 Uhr)

Die Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft vor eine nie dagewesene Herausforderung. In unsicheren Zeiten wie diesen sehen sich viele Menschen mit vielen Themen konfrontiert. Gesundheitliche Sorgen, existenzielle Ängste, finanzielle Engpässe, behördlich angeordnete häusliche Quarantäne oder etwaige Ausgangsbeschränkungen sowie der Verzicht auf sportliche Betätigung im Verein und vieles mehr werden die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland in den kommenden Wochen beschäftigen. Insbesondere die soziale Isolation wird für viele Menschen und Familien schwer zu bewältigen sein.

Aus psychologischer Sicht kann besonders eine drohende vollständige oder zumindest teilweise Ausgangssperre die Gefahr bestimmter Straftaten erhöhen. Gefühle der Einsamkeit oder Langeweile, Isolation, eine mediale Zunahme von Gefahrennachrichten und finanzielle Nöte aufgrund zunehmender beruflicher Unsicherheiten hinterlassen Spuren und führen zu einer Zunahme des Belastungserlebens. Depressionen, in manchen Fällen auch eine erhöhte Suizidgefahr sowie aggressives Verhalten können Begleiterscheinungen sein.

Aus forensischer Sicht kommt eine weitere Problematik hinzu: Innerfamiliäre Straftaten könnten zunehmen. Hierbei bereitet insbesondere Sorge, dass sich kindliche Opfer im innerfamiliären Raum derzeit rund um die Uhr im Zugriffsbereich eines potentiellen Täters aufhalten, weil Kitas und Schulen geschlossen sind. Außerdem wissen wir aus der Therapie mit Konsumenten von Missbrauchsabbildungen im Internet, dass Faktoren wie Langeweile und Isolation zu einem erhöhten Konsum dieser illegalen Inhalte führen. Hinzu kommt noch, dass das Gefühl des „Herunterfahrens aller Institutionen“ den Eindruck entstehen lassen kann, die Justiz werde bestimmte Straftaten nicht herausfinden oder verfolgen, so dass auch in dieser Hinsicht eventuell wichtige Hemmungen zwischendurch wegbrechen. Auch Fälle von häuslicher Gewalt können derzeit zunehmen.

BIOS-BW e. V. hält daher therapeutische Angebote in Zeiten der Corona-Krise für unverzichtbar. „Opferschutz ist wichtig wie nie! Wir müssen zeigen, dass wir da sind“, so Klaus Böhm, erster Vorsitzender von BIOS-BW. „Es gibt Unterstützungsmöglichkeiten, die helfen, die Krise zu bewältigen. Und diese wollen wir den Menschen an die Hand geben.“ Sollte eine betroffene Person den Drang verspüren, übergriffig zu werden oder strafrechtlich relevante Inhalte konsumieren zu wollen, kann er oder sie unter der o.g. Hotline bei „Keine Gewalt – und Sexualstraftat begehen“ anrufen. Kostenlos und anonym ist dann eine psychologische Beratung in der Krise über das Telefon möglich.

Bereits seit dem 1.1.2019 wird das BIOS-Therapieangebot für Menschen, die unter einer pädophilen Störung leiden, vom Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) anerkannt und von dort aus finanziert. BIOS-BW unterhält seit 2015 das Präventionsprojekt „Keine Gewalt und Sexualstraftat“ begehen. Seit Gründung wurden 505 Personen im Projekt in Baden-Württemberg behandelt.

Helfen Sie bitte mit und prüfen auch, ob Sie Information an Ihre Verteiler geben oder die Information an geeigneter Stelle platzieren können.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.bevor-was-passiert.de sowie unter www.bios-bw.de

 

Kontakt für Rückfragen:

Ass. iur. Lisa Bux

Justiziarin, Pressesprecherin, Personalreferentin


Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.
Stephanienstraße 28b
76133 Karlsruhe
Tel: 0721 66985770

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Ansprache von Bürgermeister Andreas Metz zum Coronavirus

Liebe Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer,

heute wende ich mich erneut an Sie. Leider muss ich Ihnen zunächst mitteilen, dass es die ersten drei Fälle von bestätigten Corona-Infizierten in Ilvesheim gibt. Alle Betroffenen sowie deren Familienangehörigen befinden sich nun in häuslicher Quarantäne. Für die Bevölkerung gibt es dadurch keine erhöhte Gefährdung.

Aber das ist ein deutliches Signal an uns Alle: Das Virus und damit auch die Krise hat nun in Ilvesheim erreicht.

Ich hoffe, Sie haben registriert, dass der Bund und die Länder gestern die vorbeugenden Maßnahmen drastisch verschärft haben. Es herrscht nun ein so genanntes Kontaktverbot, aber noch kein Ausgangsverbot.

Insbesondere die Schließung der öffentlichen Einrichtungen und Spielplätze, aber auch der Gaststätten und Geschäfte werden durch das Ordnungsamt und die Polizei kontrolliert. Dabei ist erfreulich, dass in Ilvesheim bisher die Regeln von allen Bürgerinnen und Bürgern eingehalten werden. Vielen Dank dafür.

An dieser Stelle möchte ich aber auch einmal allen Menschen danken, die weiterhin arbeiten und vor allem unsere Versorgung mit allem Notwendigen aufrechterhalten. Ich denke an alle Beschäftigten im Gesundheitssektor, an die Mitarbeiter der Müllabfuhr und die Beschäftigen im Lebensmitthandel, aber auch an alle Polizisten und die Mitarbeiter der Verwaltungen.

Auch für sie sind wir alle dazu angehalten, weiterhin alles dafür zu tun, damit sich das Virus nicht schneller ausbreiten kann. Wir schränken uns ein, um unsere Älteren und besonders Gefährdeten vor einer Ansteckung zu schützen. Am besten geht dies durch eine Art freiwillige Quarantäne: Einfach so oft es geht zu Hause bleiben.

Am Wochenende hatten Sie einen Flyer der neu gegründeten Ilvesheimer Nachbarschaftshilfe in Ihrem Briefkasten. Unterstützen Sie bitte diese von einem breiten Bündnis aufgestellte Initiative aktiv oder nehmen Sie als Hilfsbedürftiger dieses Angebot an.

Aufgrund solcher Aktionen habe ich auch die Hoffnung, dass etwas Gutes aus dieser beispiellosen Krise erwachsen kann: Nämlich, dass wir wieder lernen, aufeinander Rücksicht zu nehmen, die eigenen Interessen hintenan zu stellen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Bitte verhalten Sie sich weiterhin der Situation entsprechend und bleiben Sie gesund.

Ihr

Andreas Metz
Bürgermeister

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Liebe Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer,                                             

die in den letzten Tagen eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bedeuten tiefe Einschnitte in unser gewohntes Leben und erfordern von allen große Opfer.

Es ist nun jedoch entscheidend, dass jeder und jede sich verantwortungsbewusst verhält, um nicht selbst infiziert und damit als Träger des Virus zum Risiko für andere zu werden.

Es gilt jetzt vor allem die Schwachen zu schützen, d.h. die chronisch Kranken und die Hochbetagten. Es gilt durch eine Verlangsamung der Ausbreitung des Virus unser Gesundheitssystem in die Lage zu versetzen, allen Erkrankten helfen zu können.

Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger: bleiben Sie wenn möglich zu Hause. Verlassen Sie das Haus nur zur Arbeit oder zum Einkaufen. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Das gilt selbstverständlich auch für alle Kinder und Jugendlichen – auch wenn es denen besonders schwer fällt.

Ich appelliere aber auch an unsere älteren Mitbürger: bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Einkäufe oder andere Besorgungen können jüngere Familienmitglieder, Nachbarn oder ehrenamtliche Helfer für Sie erledigen. Nutzen Sie dazu die Rufnummer der Nachbarschaftshilfe Ilvesheim 0621 – 18 06 56 02 und zögern Sie nicht, sich dort zu melden. In den nächsten Tagen werden Flugblätter dazu in alle Haushalte in Ilvesheim verteilt werden.

Nochmals mein Appell: bleiben Sie wenn möglich zu Hause und beachten Sie ansonsten die gängigen Hygieneregeln wie Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen.

Noch erscheint für uns hier in Ilvesheim die Gefahr weit weg zu sein und die nun eingeleiteten Maßnahmen vielen zu überzogen. Aber lassen wir uns nicht täuschen: Das Corona-Virus breitet sich in Deutschland und insbesondere auch in Baden-Württemberg schnell weiter aus. Das Virus wird früher oder später einen Großteil der Bevölkerung infizieren und für einige Menschen wird diese Infektion tödlich verlaufen.

Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, damit diese Pandemie in unserem Land beherrschbar bleibt und möglichst wenig Schaden anrichtet.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

Andreas Metz

Bürgermeister

 

Wichtige Informationen finden Sie hier:

www.ilvesheim.de                                 www.rhein-neckar-kreis.de                                www.rki.de

www.integrationsbeauftragte.de/ib-de/amt-und-person/informationen-zum-coronavirus

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Anbei finden Sie eine Info zur Nachbarschaftshilfe in Ilvesheim als .pdf-Datei:

Flyer Nachbarschaftshilfe Ilvesheim

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