Die Verwaltung informiert 27/2026
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Ersatzneubau des Nebentragwerks der Feldwegbrücke (Fuß- und Radweg) ist derzeit eine der wichtigsten Baumaßnahmen unserer Gemeinde. Nachdem sich gezeigt hat, dass eine Sanierung des Nebentragwerks keine wirtschaftliche und dauerhafte Lösung darstellt, treiben wir die Planungen für den Ersatzneubau mit Nachdruck und trotz aller Herausforderungen voran.
In den vergangenen Monaten wurden die Entwurfsplanung sowie die Unterlagen für die Beantragung der Fördermittel fertiggestellt. Mit geschätzten Gesamtkosten von derzeit rund 630.000 Euro handelt es sich um eine bedeutende Investition in unsere Infrastruktur. Umso erfreulicher ist es, dass voraussichtlich rund die Hälfte der Kosten durch das Land Baden-Württemberg gefördert wird. Diese Förderung ist möglich, weil die Maßnahme als Ersatzneubau mit einer Verbreiterung des Geh- und Radwegs umgesetzt wird.
Parallel dazu mussten zahlreiche technische und rechtliche Rahmenbedingungen mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), den Versorgungsträgern sowie den Genehmigungsbehörden abgestimmt werden. Gerade diese Abstimmungen haben sich als deutlich komplexer erwiesen als zunächst angenommen.
Die Feldwegbrücke überspannt den Neckarkanal, eine wichtige Bundeswasserstraße. Deshalb muss während der Bauarbeiten die Sicherheit des Schiffsverkehrs jederzeit gewährleistet bleiben. Der Kanal ist im Bereich der Brücke rund 40,5 Meter breit. Für einen sicheren Schiffsverkehr fordert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt jedoch eine mindestens 22,4 Meter breite Fahrrinne. Diese Anforderungen gehen über die Vorgaben hinaus, die im Zuge der ersten Abstimmungen zunächst signalisiert worden waren. Damit bleibt deutlich weniger als die Hälfte der Brückenbreite für die Baustelle nutzbar. Die ursprünglich vorgesehene Bauweise in zwei Abschnitten konnte deshalb nicht vollständig umgesetzt werden. Für einen kleinen Bereich in der Brückenmitte werden nach derzeitigem Stand nächtliche Sperrungen des Kanals erforderlich sein, da längere Vollsperrungen ausgeschlossen sind.
Auch beim Einsatz des Baukrans gelten besondere Sicherheitsvorgaben. Der Kran darf den Bereich der Schifffahrt nicht uneingeschränkt überschwenken. Deshalb musste die Baustelleneinrichtung überarbeitet werden. Der Kran wird während der Bauzeit umgesetzt und auf beiden Uferseiten werden Baustelleneinrichtungsflächen benötigt. Diese zusätzlichen, verschärften Anforderungen machten eine Überarbeitung der Planung erforderlich.
Parallel laufen die Abstimmungen mit den Versorgungsunternehmen zu den Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen sowie die Genehmigung der Verkehrsführung und der erforderlichen Umleitungen während der Bauzeit.
Nach derzeitigem Stand werden die Bauleistungen im August ausgeschrieben. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Zunächst wird im ersten Bauabschnitt der nördliche Teil der Brücke erneuert. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme wird derzeit für das zweite Quartal 2027 angestrebt.
Mir ist bewusst, dass die lange Sperrung und die damit verbundenen Einschränkungen für viele Bürgerinnen und Bürger belastend sind. Gleichzeitig handelt es sich um eine technisch anspruchsvolle Baumaßnahme unter besonderen Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir daran, die noch erforderlichen Abstimmungen abzuschließen und das Projekt zügig umzusetzen. Über den weiteren Fortgang werden wir Sie selbstverständlich regelmäßig informieren.
Ihr
Thorsten Walther
Bürgermeister







