Ersatzneubau Feldwegbrücke: Aktueller Stand
icon.crdate02.07.2026
Der geplante Ersatzneubau der Feldwegbrücke über den Neckarkanal ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte unserer Gemeinde. Aufgrund komplexer technischer Vorgaben und verschärfter Sicherheitsauflagen für den Schiffsverkehr musste die Bauplanung umfassend überarbeitet werden. Erfahren Sie hier alles zum aktuellen Stand, den Herausforderungen und dem weiteren Zeitplan.
Aktuelles zur Feldwegbrücke
Der Ersatzneubau des Nebentragwerks der Feldwegbrücke ist derzeit eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde Ilvesheim. Da eine Sanierung des bestehenden Nebentragwerks nach eingehender Prüfung keine wirtschaftliche und dauerhafte Lösung darstellt, werden die Planungen für den Ersatzneubau mit Nachdruck vorangetrieben.
In den vergangenen Monaten konnten die Entwurfsplanung sowie die Unterlagen für die Beantragung der Fördermittel fertiggestellt werden. Mit geschätzten Gesamtkosten von derzeit rund 630.000 Euro handelt es sich um eine bedeutende Investition in die Infrastruktur. Erfreulicherweise wird voraussichtlich rund die Hälfte dieser Kosten durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
Parallel dazu mussten zahlreiche technische und rechtliche Rahmenbedingungen mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), den Versorgungsträgern sowie den Genehmigungsbehörden abgestimmt werden. Diese Abstimmungsprozesse haben sich in der Praxis als deutlich komplexer erwiesen als zunächst angenommen.
Die Feldwegbrücke überspannt den Neckarkanal, eine wichtige Bundeswasserstraße. Deshalb muss während der Bauarbeiten die Sicherheit des Schiffsverkehrs jederzeit gewährleistet bleiben. Der Kanal ist im Bereich der Brücke rund 40,5 Meter breit. Für einen sicheren Schiffsverkehr fordert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt jedoch eine mindestens 22,4 Meter breite Fahrrinne. Diese Anforderungen gehen über die Vorgaben hinaus, die im Zuge der ersten Abstimmungen zunächst signalisiert worden waren. Damit bleibt deutlich weniger als die Hälfte der Brückenbreite für die Baustelle nutzbar. Die ursprünglich vorgesehene Bauweise in zwei Abschnitten konnte deshalb nicht vollständig umgesetzt werden. Für einen kleinen Bereich in der Brückenmitte werden nach derzeitigem Stand nächtliche Sperrungen des Kanals erforderlich sein, da längere Vollsperrungen ausgeschlossen sind.
Auch beim Einsatz des Baukrans gelten besondere Sicherheitsvorgaben. Der Kran darf den Bereich der Schifffahrt nicht uneingeschränkt überschwenken. Deshalb musste die Baustelleneinrichtung überarbeitet werden. Der Kran wird während der Bauzeit umgesetzt und auf beiden Uferseiten werden Baustelleneinrichtungsflächen benötigt. Diese zusätzlichen, verschärften Anforderungen machten eine Überarbeitung der Planung erforderlich. Parallel laufen die Abstimmungen mit den Versorgungsunternehmen zu den Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen sowie die Genehmigung der Verkehrsführung und der erforderlichen Umleitungen während der Bauzeit. Nach derzeitigem Stand werden die Bauleistungen im August ausgeschrieben. Der Baubeginn ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Zunächst wird im ersten Bauabschnitt der nördliche Teil der Brücke erneuert. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme wird derzeit für das zweite Quartal 2027 angestrebt.
Die Verwaltung bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für die Geduld - die lange Sperrung und die Einschränkungen im Alltag sind zweifellos eine große Belastung. Da es sich jedoch um ein technisch sehr anspruchsvolles Projekt unter schwierigen Rahmenbedingungen handelt, benötigen die Arbeiten Zeit.
Gemeinsam mit allen Beteiligten wird intensiv daran gearbeitet, die letzten Abstimmungen zu klären und das Projekt zügig umzusetzen.






